Hyponoetics - Glossary


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7 - Arnold/Eysenck/Meili: Lexikon der Psychologie

1. Das Denken wird operational definiert als Herstellen von Ordnungen der angetroffenen Welt. Dieses Ordnen vollzieht sich an Gegenständen ebenso wie an den Repräsentationen der Gegenstandswelt. Das Denken ist auch das Ordnen von Beziehungen zwischen Gegenständen ebenso wie das Ordnen von Beziehungen zwischen Repräsentationen von Gegenständen.
Das ordnende Umgehen mit bildhaften und vorstellungsnahen Repräsentationen heisst anschauliches Denken .
Erfolgt die Ordnung der angetroffenen Wirklichkeit nach gefühlsmässigen und motivationalen Zuständen, die willkürlich die mit diesen Innenzuständen zufällig zusammentreffenen Personen, Sachen oder Gedanken verknüpft, liegt autistisches Denken vor.
Wenn Wunscherfüllungstendenzen die Denkergebnisse determinieren, sind primäre Denkprozesse, wenn dagegen rationale Ordnungstechniken das Denkresultat bestimmen, sind sekundäre Denkprozesse definiert (S. Freud).
Magisches Denken ordnet die Beziehungen zwischen Bild, Zeichen oder Symbol zum Objekt so als seien Gegenstände, Tiere oder Pflanzen ebenso wie ihre Repräsentationen handlungsfähig wie Menschen.
Werden nicht mehr vorstellungsfähige, unbildliche Repräsentationen, Gedanken und deren Beziehungen geordnet, liegt unanschauliches, abstraktes oder begriffliches Denken vor.

Konzepte sind verbale Vermittler zwischen wahrgenommenem Material (Reiz) und Ordnungsversuch (Reaktion) an diesem Material.

2. Erkenntnistheorie des dialektischen Materialismus: Entwicklung des Denkens im Prozess der praktischen Tätigkeit und des menschlichen Verkehrs. Die Produktion der Ideen, Vorstellungen, des Bewusstseins ist unmittelbar verflochten in die materielle Tätigkeit und den materiellen Verkehr der Menschen, Sprache des wirklichen Lebens. (Marx & Engels).
--> ontogenetische Entwicklung des Denkens

Denken und Sprache: Sprache ist nicht nur Mittel zum Ausdruck der Gedanken, sondern auch Grundelement oder Mechanismus des Denkens, mit dessen Hilfe von den unmittelbaren gegenständlichen Eindrücken und Handlungen abstrahiert wird und diese durch Denkbilder und Schemen in Verbindung mit äusseren oder inneren Sprache ersetzt werden.

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Updated: 8/19/99

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